Abiturvorbereitungen in Zeiten von Corona: Yes we can!  

Wer kennt nicht das Gefühl des Ausredenerfindens: Insbesondere wenn mehrere wichtige Aufgaben anstehen, wird das Gehirn unglaublich kreativ und erfindet immer bessere Möglichkeiten, anstrengende Aufgaben auch nur anzugehen. Das Gehirn hat es nämlich gerne gemütlich und bewegt sich nur ungern aus seiner Komfortzone heraus: Wenig Energie zu verschwenden, gelingt auf die Weise am besten. Die gemütliche Couch nicht verlassen zu müssen und Aufgaben aufzuschieben, kommt dem Energiesparmodus des Gehirns sehr entgegen. Gerade in Zeiten von Corona ist es daher noch wichtiger, sich feste Strukturen zu erschaffen. Dies erfordert aber die Selbstdisziplin, sich dieser Herausforderung bewusst zu werden und nach Lösungen zu suchen.

Den angehenden Abituient:innen der Gesamtschule ist dieser Mechanismus bewusst, weswegen sie freiwillig die Möglichkeit nutzten, durch einen Workshop etwas über die Theorie des Lernens zu erfahren sowie praktische Tools zur Selbstorganisation innerhalb des Workshops umzusetzen. Zugleich wurde innerhalb des Workshops der Raum eröffnet, sich über Lerntechniken auszutauschen, untereinander Lerntandems zu bilden sowie digitale Treffen auszumachen und vor allem: sich Mut zuzusprechen.

Gemeinsam stellten wir fest, dass das Gefühl, das einen die Vorbereitung auf das Abitur überwältigt, alle Schüler:innen des Workshops betrifft. Die Erfahrung, mit diesem Gefühl nicht allein zu sein und sich über diese emotionale Achterbahn austauschen zu können, wurde von allen Workshopteilnehmer:innen als gewinnbringend beschrieben, so dass am Ende des Workshops bei allen Teilnehmer:innen eine durchweg positivere Grundeinstellung sowie klarere Strukturierung bezüglich der Vorbereitungen auf das Abitur zu verzeichnen waren. Alle Workshopteilnehmer:innen gingen mit einem klar visualisierten analogen oder digitalen Monatsplan bezüglich der Abiturvorbereitung aus dem Workshop, in dem farblich codiert definiert wurde, zu welchem Zeitpunkt welcher Lernstoff zu wiederholen ist und welche Methoden und Sozialformen bei der Umwälzung des Wissens genutzt werden können. Zudem erhielten die Teilnehmer:innen eine klare Struktur, ihren Tagesablauf konkret zu planen und Ideen zur Belohnung zu skizzieren, denn nur so bleibt das Gehirn gerne in den Lernprozess involviert.

Abschließend bestätigten alle angehenden Abiturient:innen in einem Feedbackgespräch, dass die von der Gesamtschule Windeck gestellte Lernbegleitung, die als Zwischensicherung im  Prozess der eigenverantwortlichen Abiturvorbereitung sowie als Austausch über den (emotionalen) Ist-Zustand angedacht wurde, als sehr sinnvoll und gewinnbringend in dieser Phase anzusehen ist.

 

Eine Schülerin bei der Vorbereitung ihres analaogen Monatsplans:

Abiturvorbereitungen 1

 

Feedback vor und nach dem Workshop:

Abiturvorbereitungen 2