Die nachhaltigste Schatzsuche der Welt

Schüler:innen der Jahrgangsstufen 5 und 7 nehmen an einer Schüler:innenakademie zu den 17 Nachhaltigkeitszielen SchlerInnenakademie Fotoder Vereinten Nationen in Bonn teil.

„Ich bin heute Nacht schon um zwei Uhr aufgewacht, so aufgeregt war ich!“ Silas Weber, einer der zehn Schüler:innen, die sich am Dienstag, den 1. Juni 2021 auf den Weg nach Bonn machten, war genau wie die anderen Teilnehmenden bereits im Vorfeld sehr gespannt auf das, was ihn in der ehemaligen Hauptstadt erwarten würde. Bereits lange im Vorfeld waren die begrenzten Teilnehmer:innenplätze für die Schüler:innenakademie per Los vergeben worden. Unter dem Motto „Sustainable Development Goals: 17 Ziele für unsere Welt“ wollten die Schüler:innen erkunden, was sie für eine nachhaltige Entwicklung tun können.

Im Bonner Hofgarten angekommen, wurden die Schüler:innen bereits von Mitarbeiter:innen des Vereins abenteuer lernen erwartet. Diese hatten das Programm für die Schüler:innenakademie entwickelt und über das Netzwerk Schule der Zukunft. Bildung für nachhaltige Entwicklung, in dem die Gesamtschule Windeck Mitglied ist, beworben. Neben Birgit Kuhnen und Dr. Erika Luck-Haller von abenteuer lernen begrüßte auch eine Mitarbeiterin der Stadt Bonn die von drei Netzwerkschulen angereisten Schüler:innen. Sie erklärte den aufmerksam Zuhörenden, welche Bemühungen die Stadt Bonn bereits unternehme, um die nachhaltige Entwicklung voranzubringen.

Was nachhaltige Entwicklung bedeutet, war den meisten Schüler:innen bereits klar. Gefragt danach, was sie als Politiker:innen in dieser Welt verändern würden, um das Leben auf dem Planeten nachhaltiger zu gestalten, äußerten sie eine Vielzahl von Antworten, die von der Beendigung aller Kriege bis zur Förderung einer umweltfreundlichen Landwirtschaft reichten. Dass sie bereits heute als Konsument:innen einiges tun können, um nachhaltige Entwicklung anzustoßen und mitzugestalten, sollten die Jugendlichen im weiteren Verlauf des Tages herausfinden.

Ausgestattet mit einem GPS-Gerät und einem Laufzettel wurden die Schüler:innen in Kleingruppen auf eine Geocachingtour durch die Stadt Bonn geschickt, um Orte kennenzulernen, an denen ihnen nachhaltiges Handeln einfach gemacht wird. Die digitale Kompassnadel führte die Jugendlichen unter anderem zu einem Unverpacktladen, wo man sich Nudeln, Getreide und weitere Produkte in mitgebrachte Gläser abfüllen kann. Das spart jährlich einige Kilogramm Verpackungsmüll. Darüber hinaus statteten die Schüler:innen einem Bekleidungsgeschäft einen Besuch ab, in dem es ausschließlich ökologisch und fair gehandelte Kleidung zu kaufen gibt.

An allen Stationen mussten die Jugendlichen Aufgaben lösen, um Zahlen für eine neue GPS-Koordinate herauszufinden. Diese Koordinate führte zur letzten Station des Tages: Der fünftbesten Eisdiele der Welt, wo sich alle nach einem langen Fußmarsch unter einer sehr warmen Frühlingssonne abkühlen durften.

Alle Schüler:innen haben von diesem Tag etwas mitgenommen, sei es das Wissen um die eigenen Handlungsmöglichkeiten zur Gestaltung einer nachhaltigen Entwicklung oder bereits die praktische Erfahrung als nachhaltig handelnde:r Konsument:in. Das Taschengeld der Jugendlichen wurde ausgegeben für saure Fritten im Unverpacktladen, für Ohrringe in einem Second-Hand-Geschäft und für ein Bienenwachstuch, das als Alternative zur Frischhaltefolie aus Plastik verwendet werden kann.

Auch in Zukunft möchten wir vielen Schüler:innen der Gesamtschule Windeck die Möglichkeit eröffnen, an Schüler:innenakademien teilnehmen zu können. Im Rahmen unseres anstehenden Mottojahres „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ wollen wir noch mehr Jugendliche bekräftigen, sich für nachhaltige Entwicklung einzusetzen und sie zur Teilnahme an Angeboten unserer außerschulischen Partner wie abenteuer lernen einladen.

„Die Bienen müssen jeden Tag so hart kämpfen“

Die Schüler:innen der 5c sammeln bei einem Fahrrad-Spendenmarathon über 900 € ein.

Als die Schulleitung die Schüler:innen der Gesamtschule Windeck dazu aufrief, für ein Insektenschutzprojekt Spenden zu sammeln, war die Idee rasch geboren: Die Schüler:innen der Klasse 5c würden das Vorhaben mit vollem Einsatz auf dem Rad oder Scooter unterstützen. Seit einem Online-Projekttag zum Klimawandel stand der Plan im Raum, einen Spendenmarathon für ein Umweltprojekt anzugehen, sobald Wetter und Corona-Schutzmaßnahmen es zulassen würden. Anfang Mai stimmten dann die Rahmenbedingungen und das Projektziel schien den Schüler:innen attraktiv zu sein: Einem Landwirt, Herrn Maur, sollten 500 € zufließen, damit dieser ein großes Stück seiner Ackerfläche zu einer Bienenweide macht.

Am 5. Mai 2021 traf sich die Klasse am Dattenfelder Bootssteg, um von dort aus die vier Kilometer lange Strecke bis zur Brücke nach Hoppengarten zurückzulegen. Anschließend sollte es wieder zurück zum Ausgangspunkt gehen und von dort aus, so oft es in drei Stunden geht, zwischen diesen beiden Punkten hin und her. Neben den beiden Klassenlehrer:innen, Frau Tuturuga und Herr Klein, wurden die Schüler:innen bei ihrem sportlichen Einsatz durch die engagierten Eltern Frau Best, Frau Kretschmer und Herrn Walbröl unterstützt. Dabei kam es den Erwachsenen vor allem darauf an, die Kinder zu motivieren, Wind und Wetter zu trotzen. Im Angesicht von Regen, Sturm und Hagel hatten es die jungen Sportler:innen zwischenzeitlich schwer, voranzukommen. Doch sie strengten sich sehr an, sodass am Ende einige Schüler:innen, wie beispielsweise Lea Klanke und Benedikt Schnell, auf dem Rad 32 km zurücklegten. Besonders hervorzuheben sei an dieser Stelle auch die Leistung von Leonidas Gerhards, der dieselbe Strecke mit dem Scooter schaffte.

Den ein oder anderen Durchhänger hatten beinahe alle Schüler:innen, vom Wetter gebeutelt, an diesem Tag, doch trieb sie immerzu der Wille an, voranzukommen, um den Bienen etwas Gutes zu tun. Wie Schülerin Jessika Kopp es treffend formulierte: „Die Bienen müssen jeden Tag so hart kämpfen!“ Warum? Weil das Insektensterben in den letzten Jahrzehnten, ausgelöst unter anderem durch Monokulturen und den hohen Pestizideinsatz in der Landwirtschaft, enorm zugenommen hat. Lebensräume und Nahrungsquellen gehen dadurch für die Tiere verloren. Die Anzahl der Insekten geht zurück, oftmals sterben Arten unwiederbringlich aus. Dass damit ein wichtiger Teil unseres Ökosystems verschwindet, ist vielen Menschen oftmals nicht bewusst. Insekten erfüllen viele Funktionen in einer intakten Natur: Sie reicht von der Bestäubung unserer Nutzpflanzen bis hin zur Zersetzung von Pflanzenresten.

Dieser Entwicklung etwas entgegenzusetzen, war das Ziel der Schüler:innen der 5c. Ihnen ging es nicht nur darum, an diesem besonderen Tag nach Wochen des Distanzunterrichts mal wieder mit anderen Schüler:innen in Bewegung zu kommen, sondern vor allem darum, den Bienen zu helfen. Dabei hat die Klasse insgesamt über 900 € Spendengeld von den Sponsor:innen der Kinder „erradelt“. Diese unterstützten die Schüler:innen mit einem vorher festgelegten Betrag pro gefahrenem Kilometer. Dass mit dieser enormen Spendensumme das Spendenziel der Schule für das Bienenweide-Projekt bei Weitem übertroffen wurde, überraschte und erfreute die Klasse natürlich. Mit so viel Geld kann den Insekten nun noch mehr Gutes getan werden, indem noch mehr Ackerfläche zu einer Bienenweide gemacht wird.

Wollen Sie den Bienen und anderen Insekten auch etwas Gutes tun? Dann legen Sie doch selbst eine kleine Bienenweide an. Ein Blumenkasten auf dem Balkon reicht dabei ebenso aus wie ein kleiner Randstreifen in Ihrem Garten. Saatgut gibt es mittlerweile sogar in fast jedem Supermarkt zu kaufen. Die Bienen freuen sich jedoch nicht nur über ein reichhaltiges Nahrungsangebot. Auch Insektenhotels finden ihren Gefallen: Sie bieten ihnen und ihren Nachkommen einen geschützten Raum zum Leben. Anleitungen dazu finden Sie auf zahlreichen Seiten im Internet, doch auch an unserer Schule gibt es Kolleg:innen und Schüler:innen, die Sie beraten können. Sprechen Sie uns an oder schreiben Sie uns bei Interesse eine Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

 

IMG 20210505 104535

Bild 1: Mia und Lucia kämpfen sich gemeinsam voran.

 

 

IMG 20210505 103212
Bild 2: Niklas und Sabine trotzen gemeinsam Wind und Wetter. 
 
 
IMG 20210505 113434
 Bild 3: Leonidas hat auch nach 30 km auf dem Roller noch gut lachen.
 
 
IMG 20210505 WA0019
 Bild 4: Sicherheit geht vor: Wie alle Kinder waren auch Maxi und Silas mit Helmen geschützt.
 
IMG 20210505 WA0015
 Bild 5: Auf dem E-Bike fährt es sich leichter, weiß Joshua.
 
IMG 20210505 WA0006
 Bild 6: Am Ende freut sich Marie über einen regengeschützten Platz.

Bienenheld:innen gesucht!

Bienen sind nicht nur extrem fleißige Arbeiter und interessant zu beobachten, sondern auch wegen einer bestimmten Fähigkeit für uns Menschen so wichtig: Sie bestäuben Pflanzen. So befruchten sie bei uns in Deutschland gut 80 Prozent der Blüten, aus denen dann Früchte entstehen.Nun ist es leider so, dbieneass seit vielen Jahren ein extremer Rückgang der Honigbiene beobachtet wird. Seit 1960 hat sich die Anzahl der Bienenvölker mehr als halbiert! 

Nicht mit uns! Das dachten sich die Schüler:innen und Lehrer:innen der Gesamtschule Windeck bereits vor zwei Jahren und recherchierten, was sie dagegen machen könnten. Schnell stießen sie dabei auf ein Projekt, das sich für den Rückgang von Insekten stark machte.

Auch in diesem Jahr möchten wir sehr gerne den Landwirt Herrn Maur dabei unterstützen, seinen Acker als Bienenweide zur Verfügung zu stellen. Mit einer einmaligen Spende kannst du dabei helfen, den Bienen einen Schutzraum zu erschaffen. Hierbei kannst du frei entscheiden, wie viel du spenden möchtest. Jeder Cent hilft uns dabei, etwas Land für die Bienen zu erwerben. 

Wenn du uns dabei unterstützen möchtest, lies dir unbedingt den Elternbriefdurch. 

Wir sagen im Voraus danke und freuen uns über jede Unterstützung! 

 

Abiturvorbereitungen in Zeiten von Corona: Yes we can!  

Wer kennt nicht das Gefühl des Ausredenerfindens: Insbesondere wenn mehrere wichtige Aufgaben anstehen, wird das Gehirn unglaublich kreativ und erfindet immer bessere Möglichkeiten, anstrengende Aufgaben auch nur anzugehen. Das Gehirn hat es nämlich gerne gemütlich und bewegt sich nur ungern aus seiner Komfortzone heraus: Wenig Energie zu verschwenden, gelingt auf die Weise am besten. Die gemütliche Couch nicht verlassen zu müssen und Aufgaben aufzuschieben, kommt dem Energiesparmodus des Gehirns sehr entgegen. Gerade in Zeiten von Corona ist es daher noch wichtiger, sich feste Strukturen zu erschaffen. Dies erfordert aber die Selbstdisziplin, sich dieser Herausforderung bewusst zu werden und nach Lösungen zu suchen.

Den angehenden Abituient:innen der Gesamtschule ist dieser Mechanismus bewusst, weswegen sie freiwillig die Möglichkeit nutzten, durch einen Workshop etwas über die Theorie des Lernens zu erfahren sowie praktische Tools zur Selbstorganisation innerhalb des Workshops umzusetzen. Zugleich wurde innerhalb des Workshops der Raum eröffnet, sich über Lerntechniken auszutauschen, untereinander Lerntandems zu bilden sowie digitale Treffen auszumachen und vor allem: sich Mut zuzusprechen.

Gemeinsam stellten wir fest, dass das Gefühl, das einen die Vorbereitung auf das Abitur überwältigt, alle Schüler:innen des Workshops betrifft. Die Erfahrung, mit diesem Gefühl nicht allein zu sein und sich über diese emotionale Achterbahn austauschen zu können, wurde von allen Workshopteilnehmer:innen als gewinnbringend beschrieben, so dass am Ende des Workshops bei allen Teilnehmer:innen eine durchweg positivere Grundeinstellung sowie klarere Strukturierung bezüglich der Vorbereitungen auf das Abitur zu verzeichnen waren. Alle Workshopteilnehmer:innen gingen mit einem klar visualisierten analogen oder digitalen Monatsplan bezüglich der Abiturvorbereitung aus dem Workshop, in dem farblich codiert definiert wurde, zu welchem Zeitpunkt welcher Lernstoff zu wiederholen ist und welche Methoden und Sozialformen bei der Umwälzung des Wissens genutzt werden können. Zudem erhielten die Teilnehmer:innen eine klare Struktur, ihren Tagesablauf konkret zu planen und Ideen zur Belohnung zu skizzieren, denn nur so bleibt das Gehirn gerne in den Lernprozess involviert.

Abschließend bestätigten alle angehenden Abiturient:innen in einem Feedbackgespräch, dass die von der Gesamtschule Windeck gestellte Lernbegleitung, die als Zwischensicherung im  Prozess der eigenverantwortlichen Abiturvorbereitung sowie als Austausch über den (emotionalen) Ist-Zustand angedacht wurde, als sehr sinnvoll und gewinnbringend in dieser Phase anzusehen ist.

 

Eine Schülerin bei der Vorbereitung ihres analaogen Monatsplans:

Abiturvorbereitungen 1

 

Feedback vor und nach dem Workshop:

Abiturvorbereitungen 2